2nd2Sea

Second Life für Fahrbatterien

Fahrbatterien werden für die Energieversorgung von Schiffen künftig eine immer größere Rolle spielen – und damit auch die Infrastruktur in Hafenanlagen verändern. Nach ihrem Einsatz an Bord sind viele Batterien zwar für den Schiffsbetrieb nicht mehr geeignet, technisch jedoch weiterhin in anderen Anwendungen nutzbar. Werden diese ausrangierten Energiespeicher für die Landstromversorgung wiederverwendet, steigt die gesamte Wirtschaftlichkeit sowie die Nachhaltigkeit der eingesetzten Batterien.

Wie sich dieses Potenzial erschließen lässt, untersuchen das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT, die Technische Hochschule Lübeck (THL) und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit ihrem gemeinsamen Projekt „2nd2Sea: Second Life für Fahrbatterien“.

Im Zentrum steht die Weiterentwicklung eines Batteriemanagementsystems (BMS) auf Modulebene, das durch den Einsatz künstlicher Intelligenz den Batteriezustand präzise berechnet. Das Ziel: Der Aufwand bei der Auswahl verschiedener Modul- und Zelltechnologien soll minimiert werden. KI soll dazu genutzt werden, die verschiedenen Technologien im Einsatz zu charakterisieren und sie optimal auf das Zielsystem auszulegen.

Parallel wird auf Speicherebene erforscht, wie Batteriemodule konstruiert sein müssen, um sowohl auf See als auch im stationären Betrieb flexibel einsetzbar zu sein. Die zugehörige Leistungselektronik und das übergeordnete Energiemanagement (EMS) werden so gestaltet, dass sie Module unterschiedlicher Qualität intelligent verbinden und jedes Modul optimal ausnutzen können.

Projektdaten