WILLKOMMEN BEI CAPTN ENERGY

Wir bringen erneuerbare Energien zur maritimen Anwendung.

Wie lässt sich die bestehende Lücke zwischen Erzeugung und Nutzung von erneuerbaren Energien für den maritimen Bereich schließen? Wie kann diese Energie insbesondere für emissionsfreie (und zukünftig vielleicht autonom gesteuerte) Verkehre in der Personen-, Güter-, Werks- und Behördenschifffahrt bereitgestellt werden? Auf diese und ähnliche Fragen will der transdisziplinäre Verbund CAPTN Energy in den nächsten Jahren innovative Antworten geben.

CAPTN Energy will mit innovativen Projekten die Umwandlung, Speicherung, Übertragung und Nutzbarmachung von erneuerbaren Energien für maritime Anwendungen vorantreiben und eine sichere Bereitstellungskette etablieren. Die Lage zwischen Nord- und Ostsee bietet hervorragende Voraussetzungen, um innovative Produkte und Dienstleistungen für die Energie- und Verkehrswirtschaft zu entwickeln. Die Nähe zum Wasser mit der vorhandenen Infrastruktur und das Verständnis für die maritimen Verbraucher sind wesentliche Erfolgsfaktoren.


Aktuelle News

Was macht eigentlich „Ship2Ship-Bunkerlösung“?
27. Oktober 2026

Mit der neuen Reihe #CAPTNEnergyUpdate macht das CAPTN Energy Bündnis die Fortschritte, Ergebnisse und Meilensteine aus den Projekten sichtbar.

Gut ein Jahr nach Start des Projektes Ship2Ship-Bunkerlösung haben wir bei Projektmitarbeiter Janne Schrieber von der HAW Kiel nachgefragt wie es im Projekt läuft und welche Meilensteine und Etappenziele schon erreicht wurden:

Welcher Meilenstein wurde zuletzt erreicht?
„Wir haben gemeinsam mit der Gebrüder Friedrich Werft ein tragfähiges Konzept für die Schiff-zu-Schiff-Bebunkerung ausgearbeitet. Im Fokus stehen zwei Varianten: ein kleineres, stark automatisiertes und elektrisch fahrendes Bunkerschiff für den Hafenbetrieb sowie ein größeres Bunkerschiff, das Schiffe beim Verlassen des Nord-Ostsee-Kanals auf der Reede oder während der Fahrt begleiten und betanken kann. Für beide Konzepte liegt inzwischen ein erster Rumpfentwurf vor. Dieser bildet die Grundlage für den weiteren Generalplan und damit für den nächsten Schritt in Richtung detaillierteres Design.“

Was hat euch überrascht oder war schwieriger/einfacher als erwartet?
„Schwieriger als erwartet war es, an belastbare Daten zum Schiffsverkehr für die Forschung zu gelangen. Den steigenden Bedarf an Bunkerungsmöglichkeiten rund um den Nord-Ostsee-Kanal hatten wir grundsätzlich erwartet: Alternative Kraftstoffe wie Methanol oder Ammoniak haben eine geringere Energiedichte als Schweröl, deshalb reichen bestehende Tankkapazitäten bei umgerüsteten Schiffen nicht mehr so weit. Spannend wurde es aber bei der Datenbasis. Man bekommt zwar Daten, häufig jedoch nur unter Vorbehalt – etwa mit der Einschränkung, dass sie nicht oder nur aggregiert veröffentlicht werden dürfen. Positiv überrascht hat uns dagegen die große Offenheit vieler Unternehmen: Reedereien, Fährunternehmen und weitere maritime Akteure waren bereit, sich Zeit für den Austausch zu nehmen und ihre Perspektive einzubringen.“

Gibt es ein greifbares Zwischenergebnis?
„Ja. Der Rumpfentwurf ist ein sehr konkretes Zwischenergebnis. Er bildet gewissermaßen die äußere Hülle des Bunkerschiffs und ist entscheidend dafür, wie effizient sich das Schiff durch das Wasser bewegt. Je weniger Leistung für die Fahrt benötigt wird, desto geringer fallen Energiebedarf und Betriebskosten aus. Perspektivisch soll der Rumpf auch als Modell im Maßstab gedruckt werden, sodass ein anschauliches Exponat für Veranstaltungen oder die Kommunikation entsteht.“

Welche Personen stecken hinter dem Fortschritt?
„Das Konzept wurde gemeinsam entwickelt: Die Gebrüder Friedrich Werft bringt ihr praktisches Know-how aus dem Schiffbau ein, während der Rumpfentwurf stark bei der HAW liegt, weil dort die entsprechenden Tools und Kompetenzen vorhanden sind. Es ist also kein Fortschritt einer Einzelperson, sondern das Ergebnis eines engen Austauschs zwischen Forschung und Praxis.“

Ausblick: Wann steht der nächste Meilenstein an?
„Als nächstes wird der Entwurf weiter ausdetailliert. Dazu gehören unter anderem Generalplan, Pumpen-, Tank-, Kühlwasser- und weitere technische Schemata sowie Fragen zur Automatisierung. Ziel ist es, vom Konzept stärker in die technische Auslegung zu gehen. Ein nächster sichtbarer Schritt könnte ein 3D-gedrucktes Modell des Rumpfs sein, das voraussichtlich gegen Ende des Jahres entstehen könnte.“

Rumpentwurf des CAPTN Energy Projektes Ship2Ship-Bunkerlösung / Grafik: HAW Kiel
Neues CAPTN Energy Projekt gibt Brennstoffzellen eine Starthilfe
22. Oktober 2026

Raue Bedingungen auf See, Platzmangel und strenge Sicherheitsvorgaben bremsen die Umrüstung dieselbetriebener Schiffe auf schadstoffärmere Brennstoffzellen. Hinzu kommt: Brennstoffzellen reagieren chemisch bedingt träge und können ihre Leistung nur langsam an die schwankenden Lastprofile eines Schiffes anpassen.

Hier setzt das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT mit dem Projekt „Re-SCHIFF: Resiliente DC-Netzarchitektur zur Brennstoffzellenintegration in Schiff-Retrofits“ an. Die Forschungsgruppe Elektronische Energiesysteme entwickelt eine integrierte Hardware-Software-Lösung, die Brennstoffzellen effizient, zuverlässig, kompakt und sicher in die Gleichstromnetze an Bord einbindet. Dafür ist eine hybride Nachrüstung vorgesehen, bei der Brennstoffzellen mit Superkondensatoren kombiniert werden. Diese Energiespeicher können Strom innerhalb von Sekundenbruchteilen aufnehmen und abgeben. So gleichen sie Lastspitzen aus und ermöglichen einen stabilen, optimalen Betrieb der Brennstoffzellen. Herzstück der Lösung ist ein Schnittstellen-Leistungswandler, der auf Technologien des Fraunhofer ISIT basiert.

Re-SCHIFF schließt damit die Lücke zwischen der Erzeugung von Wasserstoffenergie und dem robusten Einsatz an Bord und macht den Wasserstoffantrieb auf See betriebssicher und praxistauglich. Regionale Werften sowie die Maritim- und E-Mobilitätsbranche erhalten so belastbare Lösungen für Nachrüstungen und Integration von Wasserstoff.

Das Projekt wird im Rahmen von CAPTN Energy mit rund 500.000 Euro gefördert. Die Projektleitung übernimmt Prof. Dr. Marco Liserre. Der kommissarische Leiter des Fraunhofer ISIT ist zugleich auch Inhaber des Lehrstuhls für Leistungselektronik am Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Das Vorhaben startete am 1. Oktober 2026 und läuft über zwei Jahre.

Bild KI generiert
Jetzt anmelden: CAPTN Energy Bündniskonferenz am 04. Dezember 2026
21. Oktober 2026

CAPTN Energy lädt Partner und Interessierte herzlich zur ersten Bündniskonferenz ein!

Am 04. Dezember 2026 erwartet die Teilnehmenden von 9 bis 13 Uhr im Wissenschaftszentrum Kiel ein abwechslungsreiches Programm rund um die maritime Energiewende. Nach einem Rückblick auf die letzten Jahre des Innovationsbündnisses und einem Einblick in die derzeitige Arbeit folgt eine inspirierende Keynote. Die Projekte werden in Pitches und Fachvorträgen näher vorgestellt, während der Postersession besteht die Möglichkeit, mit diesen ins Gespräch zu kommen. Nach der Podiumsdiskussion zum Thema „Volle Kraft voraus? Die maritime Energiewende in Schleswig-Holstein“ findet ab 13 Uhr ein gemeinsamer Lunch statt.

Jetzt anmelden (offen bis zum 27.11.2026)

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