WILLKOMMEN BEI CAPTN ENERGY

Wir bringen erneuerbare Energien zur maritimen Anwendung.

Wie lässt sich die bestehende Lücke zwischen Erzeugung und Nutzung von erneuerbaren Energien für den maritimen Bereich schließen? Wie kann diese Energie insbesondere für emissionsfreie (und zukünftig vielleicht autonom gesteuerte) Verkehre in der Personen-, Güter-, Werks- und Behördenschifffahrt bereitgestellt werden? Auf diese und ähnliche Fragen will der transdisziplinäre Verbund CAPTN Energy in den nächsten Jahren innovative Antworten geben.

CAPTN Energy will mit innovativen Projekten die Umwandlung, Speicherung, Übertragung und Nutzbarmachung von erneuerbaren Energien für maritime Anwendungen vorantreiben und eine sichere Bereitstellungskette etablieren. Die Lage zwischen Nord- und Ostsee bietet hervorragende Voraussetzungen, um innovative Produkte und Dienstleistungen für die Energie- und Verkehrswirtschaft zu entwickeln. Die Nähe zum Wasser mit der vorhandenen Infrastruktur und das Verständnis für die maritimen Verbraucher sind wesentliche Erfolgsfaktoren.

Aktuelle News

Neues CAPTN Energy Projekt will emissionsfreie Energiecontainer realisieren
27. August 2026

Wie lässt sich der Schiffsverkehr durch den Nord-Ostsee-Kanal emissionsfrei gestalten? Eine Antwort darauf liefert das Projekt „EENOK-Systementwurf“, das vor gut einem Jahr mit der konzeptionellen Entwicklung eines austauschbaren Energiecontainers auf Basis von Wasserstoff-Brennstoffzellen startete. Jetzt folgt der nächste Schritt. Das Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Hochschule Flensburg bringen mit „EENOK-Realisierung – Emissionsfreie Energiecontainer für den Nord-Ostsee-Kanal“ die entwickelte Lösung in die praktische Umsetzung.

Während in „EENOK-Systementwurf“ die technischen Grundlagen erarbeitet werden, stehen in „EENOK-Realisierung“ zwei Dinge im Mittelpunkt: die Schaffung der regulatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den späteren Praxisbetrieb sowie der Bau und die Erprobung des Energiecontainers

Dafür wird zunächst mit einer Stakeholderanalyse ermittelt, welche rechtlichen und gesellschaftlichen Hürden einem Einsatz auf dem NOK entgegenstehen – und wie sich diese lösen lassen. Um die notwendige Rechtssicherheit zu erreichen, werden Behörden und Klassifikationsgesellschaften von Beginn an eingebunden. Parallel dazu werden Geschäftsmodelle entwickelt, die den Einsatz der Lösung für künftige Betreiber wirtschaftlich attraktiver machen sollen. Auf technischer Seite wird das im Systementwurf konzipierte Energiesystem in einen 20‘-Container integriert. Die Standalone- und Plug-and-Play-Funktionalität wird zunächst auf einem Prüfstand und anschließend auf verschiedenen Schiffen während der Fahrt durch den NOK demonstriert.

Das Projekt wird im Rahmen von CAPTN Energy mit rund 1.000.000 Euro gefördert. Die Projektleitung übernimmt Dr. David Dreistadt vom DLR Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme. Prof. Kpt. Frederik Euskirchen, Professor für Nautik am Fachbereich Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Maritime Technologien, ist von Seiten der Hochschule Flensburg beteiligt. Enge Zusammenarbeit besteht zudem mit „EENOK-Systementwurf“ unter Projektleiter Santiago Moreano. Das Vorhaben startete am 1. Juli 2026 und läuft über zweieinhalb Jahre.

Grafik: DLR – Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme
SAVE THE DATE: CAPTN Energy – Bündniskonferenz
28. Juli 2026

Am Freitag, den 4. Dezember 2026 bietet CAPTN Energy Einblicke in die Arbeit des Bündnisses für CAPTN Energy-Partner und -Interessierte. Zahlreiche Projekte rund um erneuerbare Energien im maritimen Bereich werden sich im Wissenschaftszentrum Kiel vorstellen. Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung folgen.

SME-H2 auf der Kieler Woche: Wie stellen wir uns Mobilität in Kiel 2050 vor?
9. Juli 2026

Im Rahmen des CAPTN Energy Projekts SME-H2 hat die Professur für Technologiemanagement der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Prof. Dr. Carsten Schultz) das erste Wochenende der Kieler Woche genutzt, um bei „kieler uni live“ mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Auf der Schlaumachwiese neben dem alten GEOMAR-Gebäude entstanden zahlreiche Gespräche mit Kieler-Woche-Gästen aller Altersgruppen. Genutzt wurde dabei auch das Beteiligungstelefon der KielRegion, über das Besucherinnen und Besucher ihre ganz eigenen Vorstellungen von zukünftiger Mobilität direkt einsprechen konnten. Auch Energien und Technologien der Zukunft waren immer wieder Thema der Gespräche.

Genau hier setzt SME-H2 an: Das Projekt untersucht, wie Stakeholder aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik wirkungsvoll in den Innovationsprozess der Wasserstoffwirtschaft eingebunden werden können und wie unterschiedliche Zukunftsvorstellungen die Bereitschaft zur Zusammenarbeit prägen. Der Austausch auf der Kieler Woche war damit ein gelungenes Praxisbeispiel für die Einbindung der Öffentlichkeit. Hier mehr zu SME-H2 lesen.

Trotz sommerlicher Hitze war die Projekt-Pagode an beiden Tagen gut besucht. Ein besonderes Highlight am Sonntag: das Wasserstofffahrrad. Per Muskelkraft erzeugten Besucherinnen und Besucher elektrische Energie, die über einen Elektrolyseur in Wasserstoff umgewandelt wurde, um damit ein kleines Modellauto anzutreiben. Ein anschauliches Beispiel dafür, wie Wasserstofftechnologie funktioniert, direkt zum Anfassen und Mitmachen.

© Professur für Technologiemanagement
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