WILLKOMMEN BEI CAPTN ENERGY
Wir bringen erneuerbare Energien zur maritimen Anwendung.
Wie lässt sich die bestehende Lücke zwischen Erzeugung und Nutzung von erneuerbaren Energien für den maritimen Bereich schließen? Wie kann diese Energie insbesondere für emissionsfreie (und zukünftig vielleicht autonom gesteuerte) Verkehre in der Personen-, Güter-, Werks- und Behördenschifffahrt bereitgestellt werden? Auf diese und ähnliche Fragen will der transdisziplinäre Verbund CAPTN Energy in den nächsten Jahren innovative Antworten geben.
CAPTN Energy will mit innovativen Projekten die Umwandlung, Speicherung, Übertragung und Nutzbarmachung von erneuerbaren Energien für maritime Anwendungen vorantreiben und eine sichere Bereitstellungskette etablieren. Die Lage zwischen Nord- und Ostsee bietet hervorragende Voraussetzungen, um innovative Produkte und Dienstleistungen für die Energie- und Verkehrswirtschaft zu entwickeln. Die Nähe zum Wasser mit der vorhandenen Infrastruktur und das Verständnis für die maritimen Verbraucher sind wesentliche Erfolgsfaktoren.

Aktuelle News
17. September 2026
Wie können Forschung und Praxis gemeinsam die maritime Energiewende voranbringen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des CAPTN-Energy-Transferworkshops am 15. September 2026 auf dem Marine Science Campus in Kiel. Rund 40 Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung diskutierten angeregt über zentrale Herausforderungen, Lösungsansätze und Chancen der maritimen Energiewende.
Zum Auftakt gab Dr. Malte Mittendorf von A. P. Møller-Mærsk Einblicke in die Erfahrungen mit Methanol als Kraftstoff in der Containerschifffahrt. Sein Praxisbericht stimmte auf den anschließenden Austausch ein und machte deutlich, wie eng technische, logistische und infrastrukturelle Voraussetzungen beim Einsatz alternativer Kraftstoffe zusammenspielen müssen.
Im Zentrum des Workshops standen vier Thementische zu logistischen und technischen Herausforderungen beim Einsatz alternativer Kraftstoffe, zu Stromspeicherung und Ladeinfrastruktur sowie zur maritimen Energiewende am Nord-Ostsee-Kanal. In drei Gesprächsrunden brachten die Teilnehmenden Erfahrungen aus Forschungsprojekten und der betrieblichen Praxis ein, glichen Perspektiven ab und identifizierten neue Ansatzpunkte für die Zusammenarbeit.
Als Querschnittsthema zog sich die Regulatorik durch alle Thementische und Gesprächsrunden: Politische Rahmenbedingungen auf Landes-, Bundes-, EU- und internationaler Ebene können der grünen maritimen Wirtschaft Rückenwind geben, zugleich aber auch Vorhaben ausbremsen. Gleichzeitig zeigte sich in den Diskussionen eine Erfolgsperspektive: Verlässliche politische Vorgaben können wirtschaftliche Vorteile für eine grüne maritime Wirtschaft schaffen, vor allem für Unternehmen, die die daraus entstehenden Chancen frühzeitig erkennen und nutzen.
Vertreten waren zahlreiche CAPTN-Energy-Projekte sowie weitere Organisationen aus maritimer Wirtschaft, Energiewirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Damit unterstützte der Workshop ein zentrales Ziel von CAPTN Energy: Forschungsergebnisse in die Anwendung zu bringen und regionale Akteure entlang der maritimen Energiebereitstellungskette enger zu vernetzen. Die Gespräche lieferten wertvolle Impulse für die weitere Projektarbeit und für die Entwicklung praxistauglicher Lösungen entlang des Nord-Ostsee-Kanals.




27. August 2026
Wie lässt sich der Schiffsverkehr durch den Nord-Ostsee-Kanal emissionsfrei gestalten? Eine Antwort darauf liefert das Projekt „EENOK-Systementwurf“, das vor gut einem Jahr mit der konzeptionellen Entwicklung eines austauschbaren Energiecontainers auf Basis von Wasserstoff-Brennstoffzellen startete. Jetzt folgt der nächste Schritt. Das Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Hochschule Flensburg bringen mit „EENOK-Realisierung – Emissionsfreie Energiecontainer für den Nord-Ostsee-Kanal“ die entwickelte Lösung in die praktische Umsetzung.
Während in „EENOK-Systementwurf“ die technischen Grundlagen erarbeitet werden, stehen in „EENOK-Realisierung“ zwei Dinge im Mittelpunkt: die Schaffung der regulatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den späteren Praxisbetrieb sowie der Bau und die Erprobung des Energiecontainers
Dafür wird zunächst mit einer Stakeholderanalyse ermittelt, welche rechtlichen und gesellschaftlichen Hürden einem Einsatz auf dem NOK entgegenstehen – und wie sich diese lösen lassen. Um die notwendige Rechtssicherheit zu erreichen, werden Behörden und Klassifikationsgesellschaften von Beginn an eingebunden. Parallel dazu werden Geschäftsmodelle entwickelt, die den Einsatz der Lösung für künftige Betreiber wirtschaftlich attraktiver machen sollen. Auf technischer Seite wird das im Systementwurf konzipierte Energiesystem in einen 20‘-Container integriert. Die Standalone- und Plug-and-Play-Funktionalität wird zunächst auf einem Prüfstand und anschließend auf verschiedenen Schiffen während der Fahrt durch den NOK demonstriert.
Das Projekt wird im Rahmen von CAPTN Energy mit rund 1.000.000 Euro gefördert. Die Projektleitung übernimmt Dr. David Dreistadt vom DLR Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme. Prof. Kpt. Frederik Euskirchen, Professor für Nautik am Fachbereich Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Maritime Technologien, ist von Seiten der Hochschule Flensburg beteiligt. Enge Zusammenarbeit besteht zudem mit „EENOK-Systementwurf“ unter Projektleiter Santiago Moreano. Das Vorhaben startete am 1. Juli 2026 und läuft über zweieinhalb Jahre.

28. Juli 2026
Am Freitag, den 4. Dezember 2026 bietet CAPTN Energy Einblicke in die Arbeit des Bündnisses für CAPTN Energy-Partner und -Interessierte. Zahlreiche Projekte rund um erneuerbare Energien im maritimen Bereich werden sich im Wissenschaftszentrum Kiel vorstellen. Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung folgen.

