EENOK-Realisierung

Emissionsfreie Energiecontainer für den Nord-Ostsee-Kanal

Grafik: DLR – Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme

Wie lässt sich der Schiffsverkehr durch den Nord-Ostsee-Kanal emissionsfrei gestalten? Eine Antwort darauf liefert das Projekt „EENOK-Systementwurf“, das vor gut einem Jahr mit der konzeptionellen Entwicklung eines austauschbaren Energiecontainers auf Basis von Wasserstoff-Brennstoffzellen startete. Jetzt folgt der nächste Schritt. Das Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Hochschule Flensburg bringen mit „EENOK-Realisierung – Emissionsfreie Energiecontainer für den Nord-Ostsee-Kanal“ die entwickelte Lösung in die praktische Umsetzung. Enge Zusammenarbeit besteht zudem mit „EENOK-Systementwurf“unter Projektleiter Santiago Moreano.

Während in „EENOK-Systementwurf“ die technischen Grundlagen erarbeitet werden, stehen in „EENOK-Realisierung“ zwei Dinge im Mittelpunkt: die Schaffung der regulatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den späteren Praxisbetrieb sowie der Bau und die Erprobung des Energiecontainers

Dafür wird zunächst mit einer Stakeholderanalyse ermittelt, welche rechtlichen und gesellschaftlichen Hürden einem Einsatz auf dem NOK entgegenstehen – und wie sich diese lösen lassen. Um die notwendige Rechtssicherheit zu erreichen, werden Behörden und Klassifikationsgesellschaften von Beginn an eingebunden. Parallel dazu werden Geschäftsmodelle entwickelt, die den Einsatz der Lösung für künftige Betreiber wirtschaftlich attraktiver machen sollen. Auf technischer Seite wird das im Systementwurf konzipierte Energiesystem in einen 20‘-Container integriert. Die Standalone- und Plug-and-Play-Funktionalität wird zunächst auf einem Prüfstand und anschließend auf verschiedenen Schiffen während der Fahrt durch den NOK demonstriert.

Projektdaten