Re-SCHIFF
Resiliente DC-Netzarchitektur zur Brennstoffzellenintegration in Schiff-Retrofits

Raue Bedingungen auf See, Platzmangel und strenge Sicherheitsvorgaben bremsen die Umrüstung dieselbetriebener Schiffe auf schadstoffärmere Brennstoffzellen. Hinzu kommt: Brennstoffzellen reagieren chemisch bedingt träge und können ihre Leistung nur langsam an die schwankenden Lastprofile eines Schiffes anpassen.
Hier setzt das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT mit dem Projekt „Re-SCHIFF: Resiliente DC-Netzarchitektur zur Brennstoffzellenintegration in Schiff-Retrofits“ an. Die Forschungsgruppe Elektronische Energiesysteme entwickelt eine integrierte Hardware-Software-Lösung, die Brennstoffzellen effizient, zuverlässig, kompakt und sicher in die Gleichstromnetze an Bord einbindet. Dafür ist eine hybride Nachrüstung vorgesehen, bei der Brennstoffzellen mit Superkondensatoren kombiniert werden. Diese Energiespeicher können Strom innerhalb von Sekundenbruchteilen aufnehmen und abgeben. So gleichen sie Lastspitzen aus und ermöglichen einen stabilen, optimalen Betrieb der Brennstoffzellen. Herzstück der Lösung ist ein Schnittstellen-Leistungswandler, der auf Technologien des Fraunhofer ISIT basiert.
Re-SCHIFF schließt damit die Lücke zwischen der Erzeugung von Wasserstoffenergie und dem robusten Einsatz an Bord und macht den Wasserstoffantrieb auf See betriebssicher und praxistauglich. Regionale Werften sowie die Maritim- und E-Mobilitätsbranche erhalten so belastbare Lösungen für Nachrüstungen und Integration von Wasserstoff.
Projektdaten
- Förderzeitraum: 01.10.2026 – 30.09.2028
- Fördersumme: ~500.000 Euro
- Projektleitung:
- Prof. Dr. Marco Liserre
kommissarische Leiter des Fraunhofer ISIT
E-Mail: marco.liserre@isit.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT
- Prof. Dr. Marco Liserre
- Kategorie
Umwandlung nutzbare Energien
